Dieses Buch spürt Widersprüchen des Fußballs nach. Es denkt über die politische Logik des Elfmeterschießens ebenso nach wie über Maradona, bürgerliche Ästhetik, Klassenbildung, Frauenfußball und Kaiserslautern. Dabei will das Buch in acht kurzen Skizzen den ideologischen Charakter einer hegemonialen Kulturpraxis unseres Zeitalters verstehen, den es begrifflich umkreist und auf eine Formel bringt: Einer verliert immer.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2024
Allen Fans des populärsten aller Spiele empfiehlt Rezensent Thomas Steinfeld das schmale Buch des Philologen Ansgar Mohnkern. Mit philosophischer Hand widmet sich der Autor laut Steinfeld der schönsten Nebensache der Welt, sichtet WM-Spiele, milliardenschwere Vereine und die Entwicklung des Frauenfußballs. Vor allem aber denkt er nach über exemplarische Fälle der Entscheidung durch Münzwurf, Elfmeter und Gotteshand (siehe Maradona) und die Macht des Fußballs als einer gesellschaftlichen Praxis. Lesenswert, findet Steinfeld.
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