Warum darf man im Fußball die Hände nicht benutzen und muss mit dem schwächeren Körperteil, den Füßen, kommunizieren? Wie kommt es zu dem blinden Verständnis, das das Spiel der Topmannschaften prägt? Warum kann schon der kleinste Fehler ein Spiel drehen? Und wenn man auf die Ränge schaut: Wie kommt es, dass sich wildfremde Menschen in den Armen liegen und den Sieg ihrer Mannschaft feiern? Der Philosoph und Sportdenker Gunter Gebauer entwickelt mit großer Lust am Spiel eine Philosophie des Fußballs, die uns das Geschehen auf dem Platz und drum herum nicht besser, aber anders verstehen lässt.
"Man sollte den Fußball so ernst nehmen wie möglich. Aber auch nicht ernster."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2016
Rezensent Helmut Böttiger lobt Gunter Gebauers Versuch, den Fußball zu remythologisieren. Statt Videoaufzeichnungen setzt der Philosoph lieber auf die Herrschaft der Sinne, stellt Böttiger fest, auf Unmittelbarkeit und reine Präsenz, das Körperliche, Schicksalhafte, Existenzielle. Wie Gebauer mit Marx, Sartre, Rilke, Heidegger und Max Weber die Emotion und das Irrationale am Fußball hervorhebt, scheint Böttiger der richtige Weg zu sein, um das quasi-religiöse Charisma des Fußballsports wiederzuentdecken und das Stadion als Anders-Ort zu feiern, aller vom Autor laut Rezensent klarsichtig analysierten Kommerzialisierung zum Trotz.
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