Anthony Hopkins

"We Did Ok, Kid"

Die Autobiografie - Deutsche Ausgabe
Cover: "We Did Ok, Kid"
Goldmann Verlag, München 2025
ISBN 9783442302321
Gebunden, 384 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Conny Lösch. Mit 16 Seiten farbigem Bildanteil. "Ich habe mein ganzes Leben darauf gewartet, dieses Buch zu schreiben."Ob Richard Löwenherz, Henry Wilkox, Richard Nixon, Butler Stevens oder natürlich Dr. Hannibal Lecter - Anthony Hopkins' Rollen sind wie der Schauspieler selbst zu Ikonen geworden. Doch sein Weg war nicht von Beginn an mit Ruhm gepflastert. Er beschreibt sich selbst als Einzelgängerkind, hatte durchweg Probleme in der Schule und bewunderte zwar schon früh die großen Kinoschauspieler seiner Zeit, fiel selbst jedoch wenig durch Talent auf. Sein Schuldirektor fand einst folgende wenig schmeichelhafte Worte für ihn: "Anthony liegt weit unter dem Bildungsstandard dieser Schule. Er zeigt kein Interesse an Sport, Leichtathletik oder an den Stücken unserer Theatergruppe. Er findet keine Freunde. Anthony scheint sich für nichts um ihn herum zu interessieren."Besonders das Verhältnis zu seinem Vater litt unter den Enttäuschungen, die der junge Anthony ihm brachte. Doch dieser ließ sich nicht entmutigen - im Gegenteil: Der Ehrgeiz packte ihn, und 70 Jahre später hat Anthony Hopkins der Welt bewiesen, was für ein brillanter Kopf er ist. Spätestens seit Das Schweigen der Lämmer gilt er als einer der bekanntesten Schauspieler der Welt, Oscars, Golden Globes, Emmys und weitere Preise zeugen von seinem Erfolg.In seiner großen Autobiografie lernen wir den Menschen hinter seinen Rollen kennen. Er schreibt offen über die Dämonen, die ihn im Laufe seines Lebens heimsuchten, und über seinen Kampf mit dem Alkoholismus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2025

Rezensent Tobias Sedlmaier liest die Autobiografie von Anthony Hopkins mit Spannung. Wie der einst unsichere Schüler zum gefeierten Schauspieler wurde, wie der Alkohol fast alles zunichte gemacht hätte und wie Hopkins seine Ehen erlebte, darüber erfährt Sedlmaier einiges. Manchmal offen, manchmal knapp erzählt Hopkins laut Rezensent von der Liebe zum Theater, von seinem Vorbild Richard Burton und wie er vom Alkohol loskam. Lesenswert, findet Sedlmaier.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.11.2025

Eine erstaunliche Autobiografie legt Anthony Hopkins hier Rezensent David Steinitz zufolge vor. Hopkins schreibt ausgesprochen ehrlich über sein Leben, in einer Art, wie man das heute von Prominenten kaum kennt. Viel Raum nimmt im Buch insbesondere Hopkins' Alkoholproblem ein, es war der Alkohol, der es ihm  ermöglichte, sich von der Welt abzuschotten, erfährt der Kritiker. Dass er selbst Alkoholiker sein könnte, realisierte Hopkins erst spät, im mittleren Alter, als er bereits eine Karriere als Schauspieler aufgebaut hatte - 1975 verabschiedete sich Hopkins dann von der Flasche, aber nicht alle Beziehungen, die der Alkohol kaputt gemacht hatte, waren zu retten. Im Weiteren schreibt Hopkins ausführlich über seine Rolle als Serienkiller Hannibal Lecter im Film "Das Schweigen der Lämmer", die ihn im bereits fortgeschrittenen Alter zum Weltstar machte - in der Ausgestaltung dieses Psychopathen ließ sich Hopkins unter anderem von einer Spinne inspirieren, erfährt Steinitz. Über viele andere Filme und Begebenheiten schreibt Hopkins hingegen nichts, schließt Steinitz, hier konzentriert sich einer im Angesicht des nahen Todes - der Autor ist fast 90 - aufs Wesentliche, und das scheint dem Rezensent gut zu gefallen.

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