Robin, 15, ist pubertär, einsam und gelangweilt, als er Leo trifft, der so cool und selbstsicher ist, wie es Robin gern wäre. Leo verführt ihn zum Rauchen, Kiffen, Saufen. Sie lernen Anna und Karla kennen. Und durch Karla erfährt Robin, was ein richtiger Rausch ist, körperlich und geistig. Während Leo unverändert gelassen bleibt, stürzt Robin ab. Robin erzählt die Geschichte seines Absturzes, direkt, schonungslos. Er teilt Leo alle seine Ängste und Hoffnungen mit. Erst am Ende wird er merken, dass das noch lange nicht alles war, dass seine Realität eine andere ist. Und, dass Leo vielleicht gar nicht so über den Dingen steht, wie Robin glaubt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2019
Antje Herdens erstes Jugendbuch hat völlig zurecht den Peter-Härtling-Preis gewonnen, meint Rezensentin Antje Weber. Der 15-jährige Protagonist des Romans, Robin, ist mit nichts so richtig zufrieden, bis er den coolen Leo und mit ihm endlich das echte Leben kennenlernt: Goa, Drogen, hübsche Mädchen. Was wie eine Absturzgeschichte beginnt, nimmt, so Weber, ein ganz anderes Ende, das die Rezensentin aber für sich behält. Sie bewundert vor allem die schriftstellerische Präzision der Autorin, die dem Buch durch "knappe Sätze" gehöriges Tempo verleih. Ein Buch wie ein "kurzer, heftiger Rausch", schließt Weber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019
Zuerst scheint Rezensentin Elena Witzeck der jugendliche Held in Antje Herdens Roman allzu wissend. Seine Reflexionen über Drogen nimmt sie ihm nicht ab. Doch dann nimmt die Geschichte um einen falschen Freund, der Robin mit Gras und Speed bekanntmacht, Fahrt auf, und Witzeck findet Gefallen an der Schilderung erster Drogenerfahrungen. Kein einfaches Terrain, weiß sie, und lobt Herdens selbstironische Beschreibungen, die den Helden ins Abseits begleiten. Dass schließlich noch eine überraschende Wendung wartet, die die Figur in ein neues Licht setzt, findet Witzeck raffiniert.
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