Die Schlacht an den Thermopylen ist eine der wenigen antiken Schlachten, die heute noch in einer breiteren Öffentlichkeit erinnert werden. Die Schlacht wird nicht nur in der Geschichtsschreibung, sondern auch in Reden, im Drama, auf Bildern und Kriegerdenkmälern, im Film, ja sogar im Landschaftsgarten rezipiert. Anuschka Albertz rekonstruiert erstmals die Rezeptionsgeschichte dieser Schlacht in einer epochen- und länderübergreifenden Perspektive von der Antike bis zur Gegenwart. Gezeigt wird, wann, wo und warum die antike Schlacht ein gesteigertes Interesse erfahren hat und wie sich ihre Verwendung im Rahmen der jeweiligen Kontexte und Denkhorizonte veränderte. Als Modell für den militärischen Opfertod, für Heldentum und Ehre wurde die antike Schlacht im Zeitalter der Nationalkriege und Wehrpflichtigenarmeen wieder aktuell.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2007
Für Stefan Rebenich stellt Anuschka Albertz' Studie über die Rezeption der Schlacht an den Thermopylen ein Beispiel für eine ideale Rezeptionsgeschichte dar und er hat an dem Buch rein gar nichts auszusetzen. Unter den vielen Glanzpunkten des Buches hebt er die Interpretation des Gemäldes "Leonidas aux Thermopyles" von Jacques-Lous David hervor und preist auch Albertz' Erklärungen für die Bedeutung der Schlacht für den "politischen Totenkult". Sowohl formal wie inhaltlich genügt diese Studie höchsten Ansprüchen und die Autorin arbeitet darin ein bedeutsames Stück Antikenrezeption auf, schwärmt Rebenich, der auch nicht verabsäumt, zu betonen, dass das Buch bei aller inhaltlichen Überzeugungskraft zudem noch flüssig geschrieben ist.
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