Arik Kershenbaum

Ein Naturführer durch den Kosmos

Cover: Ein Naturführer durch den Kosmos
Matthes und Seitz, Berlin 2023
ISBN 9783751803878
Gebunden, 351 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Dirk Höfer. Grüne Marsmenschen und telepathische Cyborgs kennen wir nur aus der Science-Fiction, die wissenschaftlichen Entdeckungen einfachen bakteriellen Lebens auf anderen Planeten erscheinen dagegen alles andere als aufregend. Doch wie könnte extraterrestrisches Leben, das komplexer ist als Einzeller, wirklich aussehen? Dieser Frage nähert sich der Zoologe Arik Kershenbaum ebenso wissenschaftlich wie spielerisch an. Geleitet wird er dabei von der Überzeugung, dass im All nicht nur die universellen Gesetze der Physik und Chemie gelten, sondern auch die der Biologie. Kenntnisreich und anhand von unzähligen mal komischen, mal bizarren, immer aber überraschenden Beispielen erläutert er jene Grundsätze, die unabhängig von unserem Heimatplaneten auch in anderen Galaxien gelten dürften, insbesondere das der Evolution durch natürliche Selektion.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 02.05.2023

Bisher dachte Rezensent Wieland Freund, dass vor allem geringe Geldmittel in der Science-Fiction-Produktion zu dürftiger Alien-Fantasie geführt haben: Bei Star Trek sahen extraterristischen Lebewesen den Bewohnern der Erde immer recht ähnlich. Dass jetzt der Cambridger Zoologe Arik Kershenbaum behauptet, die Gesetze der Biologie und auch die der Evolution gelten im Grunde im gesamten Universum, erstaunt ihn also. Früher galt dies als "irdischer Provinzialismus". Kershenbaum stellt sich jedoch auch hinter Alpha Centauri eine Fauna vor, in der es eher grüne Männchen gibt als "Himmelswale oder intelligente Riesenwolken". Freund hätte sich vielleicht etwas nähere Ausführungen dazu gewünscht, wie das Leben auf jenen Planeten entstanden ist, aber am Ende beruhigt ihn die Vorstellung, dass die Aliens, die eines Tages aus ihren Ufos steigen werden, ihm ähnlich sehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2023

Anregend findet Rezensentin Sibylle Anderl das Buch des Zoologen Arik Kershenbaum über außerirdisches Leben. Aliens sind wie wir, lässt sich Kershenbaums These verkürzt formulieren. Wenn der Autor seine Idee mit der Universalität biologischer Gesetze oder etwa der Spieltheorie untermauert, staunt Anderl, wie ähnlich das Leben auf anderen Planeten dem auf der Erde sein soll. Fortbewegung, Sozialverhalten, Kommunikation: Größere Überraschungen sind laut Autor nicht zu erwarten, meint Anderl. Etwas mehr erkenntnistheoretisch kritische Distanz hätte dem Buch mit seinem vermenschlichenden Ansatz allerdings gut getan, glaubt sie.
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