Ayn Carillo-Gailey

Pornology

Ein braves Mädchen erkundet die abenteuerliche Welt der Strip-Clubs, Pornokinos, Freudenhäuser und Männermagazine
Cover: Pornology
Rogner und Bernhard Verlag, Berlin 2007
ISBN 9783807710280
Gebunden, 344 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Christoph Hahn. Sind Pornos immer frauenfeindlich? Warum haben intelligente, nette Männer keine Pornophobie? Sind Orgasmen mit einem Vibrator intensiver als ohne? Siezen sich Teilnehmerinnen eines Blow-Job-Seminars? Ist ein aufblasbarer Ehemann zu einem phantasievollen Vorspiel fähig? Denken Sie, werte Dame, Pornografie sei etwas Ekelhaftes, aber man müsse der Sache doch mal auf den Grund gehen? Meinen Sie, lieber Mann, Ihre Frau sei etwas zu - na ja - prüde in Sachen Sex? Dann sind Sie nicht allein, die Journalistin und Drehbuchautorin Ayn Carrillo-Gailey kennt das Problem: Als ihr Freund sich beklagt, sie würde an Pornophobie leiden, ist sie verärgert. Sie ist zwar ein nettes und anständiges Mädchen, aber das will sie nicht auf sich sitzen lassen. Und sie beginnt, das Thema intensiv zu recherchieren

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.09.2007

Iris Hanika war nach dem ersten Kapitel von "Pornology" vor Langeweile den Tränen nah, aber eine obskure Sympathie für die sich als absoluter Tollpatsch stilisierende Autorin Ayn Carrillo-Gailey hat sie bei der Stange gehalten. Eine Harvard-studierte Ich-Erzählerin begibt sich auf Erkundungstour durch die Sexindustrie und testet Sexshops, Striptease-Läden, Bordelle und dergleichen. Das Buch will witzig sein, doch muss die Rezensentin verfolgen, wie die amerikanische Autorin wirklich jede ihrer Pointen vergeigt, weil es ihr einfach nicht gelingen will, nebensächliches Geschwafel aus ihren Ausführungen herauszuhalten. Auch komme Carrillo-Gailey nirgends dazu, sich ernsthafte Gedanken zur Pornografie zu machen, stattdessen recherchiert sie brav, "was es alles gibt", so Hanika unzufrieden. Richtig geärgert hat sie sich über eklatante Schwächen der Übersetzung und zahlreiche "Flüchtigkeitsfehler", doch am Ende merkt sie ein bisschen befriedet an, dass man durch aufmerksame Lektüre zumindest die Kursgebühren für das "Blowjob-Seminar" einsparen kann.

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