Über Pornografie wird gerade vor dem Hintergrund ihrer popkulturellen Normalisierung heftig gestritten. Zugleich mangelt es aber bislang an einer gesellschaftstheoretischen Durchdringung des Phänomens der zeitgenössischen Hardcore-Pornografie. Anstatt fruchtlose moralische Debatten fortzuspinnen, stellt Sven Lewandowski die Frage nach dem Verhältnis der modernen Gesellschaft zu 'ihrer' Pornographie auf neue Weise. Aus soziologischen, psychoanalytischen und systemtheoretischen Perspektiven zeigt er, dass Pornographie von latenten Bedeutungsgehalten lebt und den Wandel des Sexuellen sowohl reflektiert als auch vorantreibt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.08.2013
Malte Thran lässt sich in seiner Besprechung von Sven Lewandowskis Buch über Pornografie dazu hinreißen, Lewandowskis Thesen wiederzugeben, ohne das genau zu kennzeichnen. Als Leser bleibt uns nur, das Buch selbst zu lesen, um herauszufinden, was genau der Feder des Autors, was vom Rezensenten stammt. Immerhin: Dass der Soziologe Lewandowski hier gegen normative Vorstellungen von Pornografie anschreibt, indem er die Skripts des Hardcore ausführlich schildert und das veraltete Triebmodell dahinter ausmacht, teilt uns der Rezensent unmissverständlich mit.
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