Im Rückblick sind es oft gerade die herausforderndsten Situationen im Leben, die wir als besonders wertvoll erkennen. In einer Welt jedoch, die sich dem Komfort und der Bequemlichkeit verschrieben hat, tun wir alles, um sie zu meiden. Aber was wäre, wenn wir die Hürden und Hindernisse schon in dem Moment, in dem sie sich uns in den Weg stellen, als Chancen begreifen könnten? In diesem lebensphilosophischen Essay geht Bas Kast der Frage nach, weshalb wir uns gegen unangenehme Empfindungen wie Schmerz und Hunger, Konflikte und Stress wehren - und was uns dadurch entgeht. Ob körperliches Training, Fasten, ehrliche Gespräche oder das Aushalten unbehaglicher Gefühle: "Lob des Unbequemen" ist eine Einladung, Anstrengung und Mühsal nicht länger als Feind zu betrachten, sondern als Verbündeten zu entdecken, an dem man persönlich wächst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.10.2025
Obwohl der Autor Bas Kast anderes versichert, kommt Rezensent Bernhard Heckler diese Veröffentlichung doch ganz schön bequem vor: In großer Schrift, mit dauernden Zusammenfassungen und weiten Zeilenabständen kratzt das Büchlein gerade einmal an der 80-Seiten-Marke. Inhaltlich jedoch wird es ungemütlich: Kast möchte den Rezensenten davon überzeugen, dass Selbstquälerei im Eisbad uns auf lange Sicht viel besser tut. Dieser ist prinzipiell nicht abgeneigt, aber die Trivialität der Aussagen Basts stört ihn enorm. Es ist Heckler zufolge nichts dagegen einzuwenden, sich auch mal in die Zumutungen des Lebens zu stürzen, aber vielleicht hätte Kast sich analog der Herausforderung stellen sollen, ein längeres Buch zu schreiben und nicht eine "am Trickbetrug vorbeischrammende Veröffentlichung".
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