Liebesbeziehungen haben sich in der modernen Gesellschaft entscheidend verändert. Die Paarforschung hat diese Entwicklung begleitet und die Sozialpsychologen Hans-Werner Bierhoff und Elke Rohmann erklären wie die Psychologie der Partnerschaft heute funktioniert. Die klare Analyse und der Bezug zur Praxis bieten dem Leser Impulse und eine konkrete Lebenshilfe für die eigene Situation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.04.2006
Wer etwas wissenschaftlich Fundiertes und statistisch Abgesichertes über die menschliche Paarbeziehung erfahren will, ist mit diesem Buch gut bedient, meint Heiko Rehmann, über das "Wesen der Liebe" allerdings geben Hans-Werner Bierhoff und Elke Rohmann keine Auskunft, warnt er. Die Autoren, beide Sozialpsychologen an der Universität Bochum, haben "auf streng empirischer Grundlagen" sämtliche der Wissenschaft zugänglichen "Aspekte der Paarbeziehung" unter die Lupe genommen, wobei sie sich auf Beziehungskategorien von John Bowlby und John Alan Lee stützen, die zwischen sicheren, ambivalenten und vermeidenden Bindungsstilen und "romantischer, spielerischer und freundschaftlicher" Beziehung unterscheiden, erklärt der Rezensent. Auch Konfliktlösungsvorschläge für typische Beziehungsprobleme bieten die Autoren an, allerdings hat Rehmann beträchtliche Zweifel, ob beispielsweise ein minutiöser Haushaltsplan tatsächlich ein streitendes Paar versöhnen kann. Der "große Pluspunkt" des Bandes ist seine Wissenschaftlichkeit, die alles "Spekulative" ausschließt, meint der Rezensent, der trotzdem glaubt, dass sich der Liebe so allein nicht auf die Spur kommen lässt.
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