Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630878737 Gebunden, 304 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
An einem kühlen Märztag 2020, zu Beginn der Pandemie, verkündet Belle Burdens Ehemann ohne Vorwarnung, dass er sie verlässt. Zwanzig Jahre sind sie verheiratet. Zuvor haben sie im Ferienhaus der Familie auf Martha's Vineyard einen ganz normalen Tag verbracht: Feuer im Kamin gemacht, Whiskey Sours getrunken, Hähnchen gegrillt. Plötzlich wird aus dem zuverlässigen Ehemann und Vater ein Mensch, den sie kaum wiedererkennt. Er verlässt ihr gemeinsames Leben wie ein Schauspieler, der sein Kostüm ablegt. Mit fünfzig bricht für Belle Burden eine Welt zusammen. Mitten im Schock und Schmerz der Trennung muss sie erfahren, wie naiv es war, ihrem Mann blind zu vertrauen. Kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Während sie nach der Wahrheit sucht, erwächst in ihr eine beeindruckende innere Stärke. Aus der schüchternen, scheuen Belle, die sich in die Rolle einer traditionellen Ehefrau und Mutter wie selbstverständlich eingefunden hatte, wird eine Frau, die die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2026
Rezensentin Anna Maria Mayr liest Belle Burdens Memoir über eine Trennung und den damit verbundenen Schmerz mit Verständnis dafür, dass auch millionenschwere, privilegierte Menschen Leid erfahren. Dass zumindest der finanzielle Teil des Leids verhältnismäßig harmlos war, was der New Yorker in einer Reportage aufschlüsselte, erklärt Mayr aber auch. Burden erzählt vom Kennenlernen und der Verlobung mit ihrem Mann James, lesen wir. Und davon, wie er sie später dazu brachte, den Ehevertrag zu ändern, was ihr dann nach einer sehr überraschenden Trennung zum Verhängnis wurde. Wie es ist, den eigenen Ehemann plötzlich nicht mehr zu kennen, schildert Burden nicht unbedingt dramaturgisch besonders geschickt, aber trotzdem beeindruckend mutig, findet die Kritikerin. Mayr glaubt allerdings, dass der wahre Schlüssel zum Erfolg dieses Buches darin liegt, dass es im Milieu der Superreichen spielt. Aber die Kritikerin hat lobende Worte: Mit "Klasse", Würde und ohne Bitternis zeigt die Autorin, wie man nach einer solchen Erfahrung wieder auf die Beine kommt.
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