Dass Liebe schrecklich weh tun kann, erfährt die 15-jährige Charlotte, als sich ihre Eltern trennen. Der Vater hat jetzt eine Neue, Babsi, die auch noch nett ist. Die Mutter tröstet sich mit dem Nachbar Melchior, während sich Charlotte um die kleinen Brüder kümmern darf. Neue Wohnung, neue Schule, neue Ersatzväter - Charlotte ist kurz vor dem Ausrasten. Doch dann laufen ihr plötzlich gleich zwei Jungs über den Weg, Sulzer und Carlo. Und Charlotte erlebt selbst, dass die Liebe manchmal ganz schön unberechenbar sein kann. Aber auch wunderschön und verrückt.
Überwältigt ist Birgit Dankert wohl nicht, aber auch nicht enttäuscht: Dabei ist die Geschichte von Charlotte, pubertierendes Scheidungskind, keine ganz neue. Charlotte wächst im bürgerlichen Umfeld auf, wirkliche Probleme hat sie keine und auch die Scheidung der Eltern wird nach kurzer Zeit nicht mehr zum Hauptanliegen empor gehoben. Vielmehr steht ihre erste große Liebe im Mittelpunkt. Die Rezensentin spricht von "bodenständigem Humor" der Protagonistin, und von einer Autorin, die sich offenbar "freigeschrieben" hat. Die Rezensentin empfiehlt, das Buch während eines Schwimmbadbesuches oder einer längeren Busfahrt zu lesen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009
Wegen der Klischeegefahr dieses Jugendromans um drei Teenager "in love" hat Fridtjof Küchemann ein bisschen Sorge. Allerdings merkt der Rezensent schnell, dass er bei Gabi Kreslehner in sicheren Händen ist, die jungen Leser auch. Die Kliffkanten große Gefühle, erste Liebe und Verlassenheit, umschifft die Autorin mit Genauigkeit, Eigenwilligkeit, Empathie und Respekt für ihre Helden. Küchemann freut sich über Zwischentöne und Zwiespälte, über Wut, die auch Verständnis beinhalten kann, und Liebesszenen, die "nicht nur rosarot" sind, sondern auch nervös oder sogar albern. Wenn die Autorin ein-, zweimal den Ton der Jugend nicht ganz trifft, so fällt das dem Rezensenten nur auf, weil die emotionale Balance in diesem Buch ansonsten stimmt und die Sprache klar ist.
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