Kriege begleiten die Geschichte der Menschheit von Anbeginn. Von der Antike bis zur Gegenwart sind es immer wieder große Kriege zwischen Staaten gewesen, die zu historischen Wegmarken im Gang der allgemeinen Geschichte geworden sind. Entsprechend viel ist über Siege und Niederlagen, auch über das Wesen des Krieges nachgedacht und geschrieben worden. Wie Kriege aber entstehen, welche Ursachen es sind, die Staaten und Völker in bewaffnete Konflikte of ungeahnten schrecklichen Ausmaßes treiben, darüber ist weit weniger bekannt. Der vorliegende Band ist der erste in deutscher Sprache, der die Entstehung von Kriegen von den Griechen und Römern über die großen europäischen Kriege der Neuzeit bis zum heutigen Balkankonflikt in vergleichender Perspektive untersucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2001
Historische Ursachenforschung betreibt der rezensierte Sammelband, der laut Wolfgang Sofsky aus einer Ringvorlesung an der Hamburger Bundeswehruniversität hervorgegangen ist. Der Schwerpunkt des Buchs liege auf dem europäischen Staatenkrieg in der Neuzeit, als deren immer wieder auftauchende Kriegsursachen Sicherung staatlicher Souveränität, fiskale Interessen und nationale Rivalitäten genannt würden. Sofsky fragt sich, ob dies nun tatsächlich kausale Ursachen oder nicht eher Begleitumstände waren. Ihm wird "kategorial nicht präzise genug zwischen Gründen und Hintergründen" unterschieden. Dennoch versammelt der Band seiner Meinung nach mehrere vorzügliche Aufsätze, unter denen er Wolfgang Höpkens Analyse der frühen Kriege im ehemaligen Jugoslawien besonders erwähnenswert findet.
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