Bruno Barbey

Marokko

Ein Porträt meines Landes
Cover: Marokko
Knesebeck Verlag, München 2004
ISBN 9783896602022
Gebunden, 192 Seiten, 58,00 EUR

Klappentext

Mit 200 Abbildungen. Der Franzose Bruno Barbey ist in den Städten Sale, Rabat, Marrakesch und Tanger aufgewachsen. Bereits mit 25 Jahren wurder er Mitglied der berühmten Fotoagentur Magnum. Für sie bereiste er die ganze Welt, doch die Sehnsucht nach der marokkanischen Kultur und Mentalität, nach der Melodie der Sprache und den schweren Düften der Märkte hat ihn nicht verlassen. 1970 kehrte er in sein "Heimatland" zurück und begann mit seinem fotografischen Porträt, das ihn über dreißig Jahre lang beschäftigen sollte. Dabei sind Aufnahmen voller Licht, Farbe und Kontrast entstanden, inspiriert von Malern wie Delacroix und Matisse, die sich in ihren Werken dem Zauber des Landes ebenso wenig entziehen konnten wie Barbey selbst. Es sind Momentaufnahmen aus einer kontrastreichen Kultur zwischen Modernität und Tradition, die von poetischen Texten des Schriftstellers Jean-Marie Le Clezio und seiner Frau untermalt werden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004

Dies ist nicht einer der vielen folkloristischen, mit Ethno-Chic angehauchten Bildbände, die den Orient in ihrer Linse bannen wollen, erklärt erfreut die Rezensentin Eva-Elisabeth Fischer. Bruno Barbeys Blick lasse sich nicht trüben von der "Vielfalt der Eindrücke", die ihm in Marokko, seinem Heimatland, entgegenschlagen. Seine Fotos, mit denen er seine Heimat dokumentieren, ihr eine "fotografische Gestalt" geben wollte, zeichnen sich für die Rezensentin ganz im Gegenteil durch die "Konzentration aufs Wesentliche" aus. Sie seien weit mehr als bloß "gelungene bildnerische Dokumente alltäglichen Lebens", da sie von "Strukturen und der Rolle des Fotografen als Geometer und grafischer Gestalter" handeln, und damit "über die einzelnen Motive hinausweisen". Nichts wirkt hier "zufällig" und gerade das zeugt für Fischer von Barbeys Meisterschaft, auf den "Zufall des Augenblicks" zu reagieren und ihn für sich zu nutzen. Dieser "bemerkenswerte" Bildband, so das poetische Fazit der Rezensentin, erzählt "Geschichten von Menschen, von Formen - und von beidem als Motive der Kunst von Licht und Bildraum".
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