Carll Cneut, Brigitte Minne

Hexenfee

(Ab 4 Jahre)
Cover: Hexenfee
Residenz Verlag, St. Pölten 2006
ISBN 9783701720002
Gebunden, 32 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Ein Leben als Fee ist doch das langweiligste der Welt! Rosmarine hat genug davon, immer artig und wohlerzogen zu sein, schöne Kleider zu tragen und Gutes zu tun... Eines Tages beschließt sie, dass sie viel lieber eine Hexe sein will. Trotzig erklärt sie sich ihrer Mutter, die sie daraufhin des Feenschlosses verweist. Sie muss in den Hexenwald ziehen. Bei den Hexen führt sie ein wildes Leben: Sie fährt mit Rollerskatern durch den Wald, macht Bootsausflüge, lernt auf einem Hexenbesen zu fliegen und böse Streiche zu spielen. Bald entdecken die Hexen, dass sie von Rosmarine sogar noch etwas lernen können...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.08.2006

"Hexenfee" lohnt sich vor allem wegen der Bilder des belgischen Illustrators Carll Cneut, meint Thomas David. Wenig beeindruckt zeigt er sich von der Geschichte über Rosmarine, die sich von einer kleinen Fee in eine Hexe verwandelt, weil die unter anderem Rollschuh laufen dürfen. Völlig begeistert ist David aber von dem "hervorragenden Bilderbuchkünstler" Cneut und seinen inhaltsreichen wie angenehm alt wirkenden Illustrationen, in denen David "auf anregende Weise" Züge der flämischen Kunsttradition erkennt. Altertümlich seien sie aber nicht, sondern durchaus von der Moderne beeinflusst. Dass die "Hexenfee" sieben Jahre nach ihrem Erscheinen in Belgien noch den Weg auf den deutschen Buchmarkt gefunden hat, kann David folgerichtig nur begrüßen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.03.2006

Katharina Müller betrachtet Brigitte Minnes Kinderbuch über die Fee Rosmarie, die lieber eine Hexe wäre, und ihre Mutter, die lieber eine Fee zur Tochter hätte, nicht nur als Buch für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Schließlich gelingt es der Autorin ihres Erachtens, den pädagogisch fragwürdigen elterlichen Satz "Ich will doch nur dein Bestes" in "poetisch knapp-präzise Sätze" zu übersetzen und auf amüsante Weise zeigen zu, dass "gut gemeint" noch lange nicht gut sei. Zur Freude der Müllers kommt Minne dabei ohne moralischen Zeigefinger aus. Ganz besonders gefallen haben ihr auch die Illustrationen Carl Cneuts, den sie schicht "großartig" findet.

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