Dieses Buch ist auch die Biografie einer Partnerschaft. Seit mehr als fünfzig Jahren ist Alice Harnoncourt die schier unerschöpfliche Kraft hinter sämtlichen künstlerischen Aktivitäten und die einzige Instanz, deren Meinung für Nikolaus Harnoncourt unverzichtbar ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2005
Als eine der "prägenden Musikerpersönlichkeiten dieser Zeit" würdigt Harald Eggebrecht den Dirigenten und Cellisten Nikolaus Harnoncourt, der mit seinen historischen Aufführungen von Renaissance- und Barockmusik zu Weltruhm gelangte. So begrüßt er Monika Mertls Biografie über Harnoncourt, die aus einem zwanzig Jahre währenden musikalischen Dialog der Autorin mit dem Musik hervorgegangen ist. Stärken wie Schwächen verdanke die Biografie dieser Nähe, die oft ins allzu Private umschlage. "Die Kämpfe und Entscheidungen, durch die Harnoncourt zur Instanz aufstieg", findet Eggebrecht, "sind bei Mertl manchmal vom Familiären überwuchert". Ansonsten scheint er sich mit dem Buch gut anfreunden zu können. Schiebe man die Ranken des Privatlebens beiseite, erklärt er nämlich, werde der Blick frei auf einen der "anregendsten, streitbarsten und konsequentesten Musiker unserer Tage".
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