Céline Broeckaert, Frank Verstraete

Warum niemand die Quantentheorie versteht

Aber jeder etwas darüber wissen sollte
Cover: Warum niemand die Quantentheorie versteht
C.H. Beck Verlag, München 2025
ISBN 9783406836220
Gebunden, 351 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederlänischen von Bärbel Jänicke. Seit über hundert Jahren krempelt die Quantentheorie die Welt um: Ohne sie gäbe es weder die Kernspaltung noch die Halbleitertechnik. Sie lässt uns zuverlässige Vorhersagen über physikalische Systeme treffen, weswegen wir entsprechende Dinge erfinden können: Nahezu jedes Stück moderner Technologie vom Magnetresonanztomographen bis zum Mobiltelefon wird von Quantenphysik gestützt, was sie zu einem Grundpfeiler unserer Welt macht. Höchste Zeit also, dass auch wir als Laien tiefer in dieses Wissenschaftsfeld vordringen und uns mit seinen Grundprinzipien vertraut machen. Der weltweit anerkannte Quantenphysiker Frank Verstraete entblättert für uns zusammen mit seiner Frau, der Autorin und Künstlerin Céline Broeckaert, Schicht um Schicht die Quantenwelt. Die beiden nehmen uns mit auf eine Reise durch die schönste aller Theorien. Die Fortschritte in der Physik sind ein ständiges Pingpong zwischen Theorie und Experiment, zwischen Denken und Überprüfen. Und letztlich sind es immer die Experimente und nicht der Verstand oder das Bauchgefühl, die entscheiden, ob eine neue Theorie notwendig ist. Ein Wissenschaftler schert sich nicht darum, wer etwas zuerst entdeckt hat. Die Frage, die ihm den Schlaf raubt, lautet: Welches wissenschaftliche Gesetz kann das erklären, was ich mit eigenen Augen sehe? Und kann dieses Gesetz das Ergebnis zukünftiger Experimente vorhersagen? Das ist die Grundlage der wissenschaftlichen Methode und die einzig richtige Weise, Wissenschaft zu betreiben. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2025

Der Rezensent Claus Kiefer würdigt den Versuch des Physikers Frank Verstraete und der Schauspielerin Céline Broeckaert, die Quantentheorie allgemeinverständlich zu erklären, sieht das Ergebnis aber kritisch. Zwar verspreche das Paar, "die Quantenphysik ist keineswegs unverständlich", doch manche Passagen wirken für Kiefer allzu bildhaft: "Neben einem schiefen Turm sitzend, blickte er verträumt durch seine Erfindung, das Teleskop", zumal Galilei es gar nicht erfand, moniert der Kritiker. Gelungen findet Kiefer die Passagen über Verschränkung, Superposition und Symmetrie, wo die Autoren wissenschaftlich sicher sind. Am Ende bleibe die Quantentheorie rätselhaft, doch der "Enthusiasmus, der die Autoren antreibt", stecke an und wecke die Neugier für die Quantentheorie. 

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