Das Buch behandelt die jüngste Geschichte des jurassischen Separatismus und der Jurafrage, des lange wohl schwersten innenpolitischen Konfliktes in der Schweiz. Unter welchen veränderten Umweltbedingungen mussten und konnten die Separatisten nach der Gründung des Kantons Jura agieren, der ihrer Ansicht nach nur die nördliche Hälfte des zu "befreienden" Gebietes umfasste? Gelang es ihnen, den "Kampfkanton" Jura zu verwirklichen und im beim Kanton Bern verbliebenen Südjura dem Ziel der Wiedervereinigung näher zu kommen? Auf der Grundlage bisher unzugänglichen Archivmaterials werden Einblicke in die Strukturen des jurassischen Separatismus geboten, die der Öffentlichkeit bisher verborgen waren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.03.2001
Liest man die überaus ausführliche und detailreiche Rezension von Kurt Müller, so meint man, dass es sich bei der Basler Dissertation von Christian Ruch über separatistische Bestrebungen im schweizerischen Kanton Jura um ein sehr spezifisches Kapitel der Regionalgeschichte handeln muss. Der Rezensent ist jedenfalls begeistert. Ausgezeichnet findet er die umfangreiche wissenschaftliche Abhandlung. Sie gebe - unter anderen auf der Basis bisher unzugänglicher Akten - einen klaren Einblick in die Historie des Kantons Jura und dessen separatistische Organisationen und komme zu einem fundierten Urteil. Einzig den Mentalitätsunterschieden und den historischen Gründen, die mit zu einer Ablehnung der Separation im Südjura geführt hatten, hätte der historisch sehr kundige Rezensent mehr Beachtung gewünscht.
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