Maiglöckchen stehen an der Belgrader Straße, wo einst ein kleiner Roma-Junge von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde. Einer der beiden Täter kam damals in Haft, der andere konnte fliehen. Nach fünfundzwanzig Jahren kehrt der Geflüchtete nach Belgrad zurück, stellt sich seiner Vergangenheit und wird kurz darauf tot an der Donau aufgefunden. Selbstmord, behauptet die Polizei und stellt die Ermittlungen ein. Der Anwalt des Toten und Kriminologin Milena Lukin stehen vor einem Rätsel. Bis sie auf ein Indiz stoßen, das sie zu einem Mord führt, der einst das Schicksal eines ganzen Landes bestimmte.
Nicht für Schünemanns und Volics eigenwillige Ermittlerin und vermutlich auch nicht für die beiden Autoren verliert Rezensent Elmar Krekeler von Geschichte zu Geschichte zusehends die Hoffnung, jedoch für das Land, in dessen Hauptstadt Belgrad sich Milena Lukins außergewöhnliche Fälle ereignen und nur dort ereignen könnten, vielleicht sogar für die Länder des alten Jugoslawiens im allgemeinen. Auch im dritten Buch "Maiglöckchenweiß" schliddert Milena wieder in so einen Fall, in dem sich "eines jener Phänomene" zeigt, die die "Entwicklung in Serbien verhindern", alles mit Mühe und Zeit Geschaffene untergraben, lesen wir. Dass Krekeler diese Geschichten trotz ihrer ernüchternden Wirkung auf den Leser für lesenswert hält, können wir nur ahnen.
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