"Europas Moscheen" ist eine Einführung in die islamische Architektur
der letzten Jahrzehnte, die historische und baukünstlerische Perspektiven des Islam mit einem offenen Blick in verschiedene Länder verbindet. Die diskutierten Beispiele stammen deshalb nicht allein aus kerneuropäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland, England, Italien, Dänemark, Spanien und den Niederlanden. Ausführlich werden auch die Entwicklungen auf dem Balkan und in der Türkei gewürdigt und mit den Aufbruchstendenzen in der islamischen Welt verglichen. Die Verbreitung der Moscheen in der Welt und die ästhetische Reaktion auf verschiedenste Kulturen, Regionen und Menschen hat die Formen der islamischen Architektur über Jahrhunderte verändert und immer wieder neu an lokale Bedürfnisse und Traditionen angepasst.
"Europas Moscheen" ist ein Buch über Baukunst und Gesellschaft, über Politik und Form, über Repräsentation und Symbolik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2017
Matthias Alexander lässt sich vom Architekturkritiker Christian Welzbacher erklären, wie Moscheen heute aussehen sollten. "Flüssig" geschrieben, üppig bebildert und durchaus erkenntnisfördernd (so liefert der Autor dem Rezensenten u.a. einen geschichtlichen Abriss europäischer Moschee-Architektur) reizt der Text Alexander allerdings zum Widerspruch. Welzbachers Vorstellungen von einem zeitgemäßen Moscheebau etwa lassen die Kritik an zeitgenössischer Architektur außer Acht, findet der Rezensent. Und auch die Schwierigkeit, Integration baulich zu symbolisieren, scheint der Autor Alexander zufolge herunterzuspielen. Das Thema bleibt weiterhin heiß, findet der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2017
Schon im Untertitel der Kritik, der dem Autor Besserwisserei vorwirft, kann Rezensent Michael Mönninger seinen Sarkasmus kaum verbergen, der ihm im Weiteren jedoch glücklicherweise nicht den Blick hinter die Fassade verstellt. Dort, verpackt in bauästhetische Geschmacksurteile, vermutet er den eigentlichen Gegenstand der Abneigung des Kunsthistorikers und Autors Christian Welzbacher: den "Diaspora-Patriotismus", der unter anderem von der in der religiösen islamistischen Architektur stark involvierten türkischen Religionsbehörde "Diyanet" unterstützt wird. Das führt dazu, so der Rezensent, dass Welzbacher jedes Anknüpfen an traditionelle Bauformen als "Symbol der Desintegration" wahrnimmt, wie Welzbacher es selbst formuliere. Im Hintergrund von Welzbachers Kritik in seinem Abriss der modernen Moscheen-Baukunst in Europa stehen interessante, fundamentale Fragen über muslimische Identität in der europäischen Moderne, doch das ändert nichts an den zahlreichen Mängeln dieses Buches, so der verstimmte Rezensent, der "schlampiges Redigat" moniert, dem aber noch mehr die Vorliebe Welzbachers für moderne Moscheebauten zuwider zu sein scheint.
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