Herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte. In der Zwischenkriegszeit war das Verhältnis zwischen den Tschechen und Deutschen in der Ersten Tschechoslowakischen Republik in vieler Hinsicht gespannt. In besonderem Maße galt dies für die Wirtschaft. Die Studie beruht auf einem umfangreichen Fundus neu erschlossener Quellen aus den Archiven beider Länder. Christoph Boyer schlägt Schneisen in das bislang kaum erkundete Terrain der Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen in der Wirtschaft der CSR und will damit zu einer veränderten Sichtweise der Beziehungen insgesamt beitragen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2000
In einer sehr wissenschaftlich verfassten Rezension kristallisiert Franz Mauelshagen zwei "Leitmotive" des Autors heraus. Das ist zum einen der Nationalitätenkonflikt, zum anderen der Pragmatismus in wirtschaftlichen Fragen, der sich oftmals über nationalistische Interessen hinweggesetzt habe. Der Rezensent weist darauf hin, dass der Autor in diesem Band weniger die Außenpolitik bzw. den Außenhandel im Blick hat, als vielmehr "das Ringen der beiden Volksgruppen in Wirtschaftorganisationen und Industrieunternehmen". Dabei mag der Rezensent dem Autor jedoch nicht in jedem Punkt folgen. So hält er die "Idee des `praktischen Bilateralismus`", die er bei Boyer im Hintergrund diagnostiziert, nicht in jedem Teil des Buchs für nachvollziehbar - etwa bei den Handels- und Gewerbekammern, die nicht privat waren und in der Deutsche und Tschechen sich nicht getrennt voneinander organisiert hatten. Die Erkenntnis der Lektüre, dass Tschechen und Deutsch sowohl Kontrahenten als auch Partner waren, findet Mauelshagen letztlich jedoch "wichtig" und "anregend".
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