Die Monografie verfolgt die Verkehrs- und Tarifproblematik in Mitteleuropa nach 1918, besonders die Änderungen der Verkehrsströme und Determinanten der staatlichen Verkehrspolitik. Der Zerfall der Habsburger Monarchie stellte im Hinblick auf den Verkehr die bedeutendste Veränderung dar. Die wirtschaftlichen und insbesondere die politischen Entwicklungen in Europa brachten Ende der dreißiger Jahre auch im Verkehrswesen das Ende des Versailler Systems. Die einseitig von deutscher Seite durchgeführte Entinternationalisierung der Elbe im Jahre 1936 änderte de facto nicht die Betriebsverhältnisse auf diesem Strom. Für die Tschechoslowakei blieb Deutschland in der Zwischenkriegszeit der wichtigste Verkehrs- und Tarifpartner.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2001
Über den Inhalt der Spezialuntersuchung von Ivan Jakubec geschweige denn eine Kritik daran erfährt der Leser der Besprechung von Wolfgang Elz herzlich wenig. Kurz und knapp berichtet der Rezensent über die Bestrebungen der Tschechoslowakei, sich verkehrspolitisch nach dem Zerfall des Habsburgerischen Reiches von Österreich zu emanzipieren und stattdessen mit Deutschland zu kooperieren. Seither fand der Handelstransfer über die Elbe und den Hamburger Hafen, wo die Tschechen eine Freihandelszone errichteten, statt, was auch den wirtschaftlichen Interessen der Deutschen entgegenkam. Näheres teilt der Rezensent nicht mit.
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