Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2001
Nach über 1.600 Jahren Gültigkeit haben u.a. die Tiefenpsychologie, die feministische und die jüdische Theologie das kirchliche Dogma der Trinität zum Wanken gebracht - eine Tatsache, an der man nicht mehr vorbeiargumentieren sollte, wie der Rezensent Wolfram Kinzig meint. Die letztjährig erschienene Sammlung bereits hier und da veröffentlichter, leicht überarbeiteter Aufsätze zur Trinitätsthematik (sieben "grundgelehrte patristische Studien") des Heidelberger evangelischen Kirchenhistorikers Markschiess wolle "deren biblische Fundamentierung offenlegen". Nach Kinzig wird die Argumentation nicht überzeugend geführt, wobei die Intention allein schon fragwürdig sei. Der Autor, Träger des Leibniz-Preises lasse sich von den theologischen Umwegen, die das Dogma zwangsläufig nahm, und neueren Erkenntnissen zu wenig beirren.
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