Der Mont-Saint-Michel, legendenumwobener Inselberg, Kloster und uneinnehmbare Burg zugleich, liegt in einer weiten flachen Bucht vor der normannischen Küste. Seit dem Mittelalter ist er ein bedeutender Wallfahrtsort, zu dem die Gläubigen (und Touristen) aus ganz Europa pilgern. Im 8. Jahrhundert war dem Bischof von Avranches der Erzengel Michael erschienen und hatte ihm befohlen, auf den Granitkegel eine Kapelle zu bauen. So wurde hier im Laufe der Jahrhunderte eine gewaltige Klosteranlage errichtet, gekrönt von der Kirche des Heiligen Michael, die zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs gehört. Claude Quetel lässt die Vergangenheit des Mont-Saint-Michel lebendig werden und stellt die herrlichen Bauwerke ausführlich vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2006
Mit dieser Wiederauflage des Originals von 1991 ist der "rmb" zeichnende Rezensent nur leidlich zufrieden. Zugute halten kann er ihr, dass sie nicht nur mit den üblichen Postkartenfotos des Mont Saint Michel aufwartet, sondern durchaus aufschlussreiche Einblicke in das "verschachtelte Baukonglomerat" gewährt. Auch findet er die Geschichte des Inselbergs, den der widerwillige Bischof Aubert von Avranches 708 nur bauen ließ, nachdem ihm der Erzengel Michael ein Loch in die Stirn gebrannt hatte. Gewünscht hätte sich der Rezensent allerdings, dass das Layout ein wenig entstaubt worden wäre und die "hölzerne" Übersetzung ein wenig geglättet. Auch eine Straffung der weitschweifigen, nicht immer anschaulichen Ausführungen hätte dem Buch seiner Ansicht nach nicht geschadet.
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