Mit über 900 farbigen und 800 schwarzweissen Abbildungen.In diesem Lexikon werden die Aphrodisiaka, Liebeszauber und Potenzmittel aus dem Pflanzen-, Tier- und Steinreich sowie Chemikalien und Medikamente umfassend dargestellt. Die westlich-medizinische Sicht als eine von vielen Perspektiven zum Thema der Liebesmittel wird dabei in Beziehung zu anderen Weltsichten und Traditionen gesetzt. Die rund 400 alphabetisch geordneten Monografien sind praxisorientiert aufgebaut mit allen wesentlichen Informationen zu Geschichte, kultureller Anwendung, rituellem Gebrauch, Bezugsquellen, Rezepten, Dosierung, gesetzlichen Bestimmungen und persönlichen Erfahrungen. Das Schwergewicht liegt bei Liebesmitteln, die jedem heute in Mitteleuropa verfügbar sind. Das Buch enthält aber auch Exotisches wie Maca, Catuaba oder Mumeo.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2003
Viagra kommt im "Lexikon der Liebesmittel" wegen seiner Nebenwirkungen schlecht weg, verrät Alexander Menden, auch wenn sich die beiden Autoren ansonsten nicht zimperlich zeigen in der Auswahl ihrer Liebesmittel und auch den Einsatz bewusstseinserweiternder Drogen empfehlen. Insofern erstaunt die dem Kompendium vorangestellte Warnung kaum, in der Rätsch und Ebeling darauf hinweisen, dass der Gebrauch der Mittel auf eigenes Risiko erfolge. Dass neben Kokain auch Schnaps als Aphrodisiakum aufgeführt wird, erstaunt Menden allerdings. Amulette seien da ungefährlicher und hilfreicher für denjenigen, der daran glaubt, glaubt er. Trotz des "etwas latschigen Stils" attestiert Menden den beiden Autoren, vor allem Christian Rätsch, der sich einen Ruf als Ethno-Pharmakologe erschrieben habe, ein beträchtliches Fachwissen.
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