Daniel Bax

Die neue Lust auf links

Woher sie kommen, wohin sie gehen und wie sie unser Land verändern
Cover: Die neue Lust auf links
Goldmann Verlag, München 2025
ISBN 9783442302192
Paperback, 352 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Die freundliche Revolution "Wir sind die Brandmauer!", schleuderte Heidi Reichinnek Friedrich Merz im Bundestag entgegen, als dieser im Januar 2025 mit den Stimmen der AfD die deutschen Migrationsgesetze weiter verschärfen wollte. Ihre Wutrede verbreitete sich auf Instagram und Tiktok millionenfach und wurde zum Symbol für das Comeback der Linkspartei. Wenig später zog sie bei den vorgezogenen Bundestagswahlen mit fast neun Prozent in neuer Stärke und mit vielen jungen Gesichtern wieder in den Bundestag ein. Es ist die Geschichte einer Wiederauferstehung. Nach dem Austritt ihrer umstrittenen Galionsfigur Sahra Wagenknecht, die mit ihren Getreuen Anfang 2024 eine neue Partei gründete, schien der Abstieg der Linkspartei unabwendbar. Doch zu den Neuwahlen im Februar 2025 kehrte sie mit Schwung und neuer Frische zurück auf die politische Bühne - und überzeugte überraschend viele von sich. Unter den Erstwählerinnen und -wählern stimmten mehr als 25% für die Linke, in der Hauptstadt Berlin wurde sie sogar zur stärksten Kraft. Die Zahl ihrer Mitglieder verdoppelte sich innerhalb eines Jahr auf über 100.000. Was sind die Gründe für diesen Erfolg? Wofür stehen Heidi Reichinnek, Ines Schwerdtner und Jan van Aken politisch? Wie verändern die vielen Neumitglieder die Partei? Woher kommt die neue Lust auf Links, und wird sie von Dauer sein? 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2026

Rezensent Nicolas Freund muss sich die kritische Sicht auf die neue Linke leider selber basteln. Daniel Bax leistet das in seinem Buch jedenfalls nicht, stellt er enttäuscht fest. Auch wenn Bax für Freund dankenswerterweise mit allen wichtigen Personen von van Aken bis Reichinnek und auch mit Gysi spricht, fehlt ihm doch der kritische Abstand, moniert Freund. Darüber hinaus stoßen dem Rezensenten einige allzu steile Thesen im Band übel auf (die Linke als "einzige antifaschistische Akerternative"?), und ausgerechnet das Thema "soziale Netzwerke" kommt eher zu kurz bzw. wirkt wie direkt aus der Pressestelle der Partei, meint er. Eine Neuverortung der Partei im politischen Raum steht ebenfalls noch aus, findet der Rezensent. Den Mix aus Reportage, Porträt und Hintergrundinfos findet Freund aber gelungen.

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