Klappentext
"Quertreiber" haben bei uns keinen guten Ruf. Überall wird Anpassung verlangt. Die Autoren drehen den Spieß um. Sie zeigen anhand konkreter Fälle, warum es gefährlich ist, wenn niemand mehr den Mut hat, "Nein!" zu sagen, und wie konstruktiver Ungehorsam geht. Sie rufen dazu auf, die Renitenz nicht den Rechten zu überlassen. Widerstand ja, aber fröhlich, nicht verbittert, fair, nicht fies! Eine Mischung aus Ratgeber, politischem Sachbuch und Streitschrift - mit Inspirationen für alle, die unzufrieden sind mit den aktuellen Zuständen und die glauben, dass wir es besser können. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek und viele andere.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.12.2025
Der Historiker und Literaturwissenschaftler Gerrit ter Horst lobt das Buch von Matthias Meisner und Paul Starzmann. Was Renitenz ist und wie sie im demokratischen Kontext wirkt, erklären die Autoren anhand von Beispielen vom Bummelstreik der Lufthansa-Mitarbeiter von 1973 über Bürgerrechtler bis zu Fridays for Future. Der Rezensent versteht das als Aufruf zu mehr produktivem politischem Ungehorsam. Dass Frauen anders politisch renitent sind als Männer und was daraus folgt, liest der Rezensent überdies mit Spannung. Auch wenn die Auswahl der Beispiele nicht unbedingt einleuchtet, die Analyse erinnert ter Horst daran, Renitenz besser nicht den Feinden der Demokratie zu überlassen.