Enhancement, Prothesen, Körper-Upgrade - in letzter Zeit ist eine technologische Durchdringung des Körpers zu beobachten, die als Symptom eines tiefgreifenden gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Wandels hin zu einer Optimierungs- und Upgradekultur zu begreifen ist. Warum sollten die sich generalisierenden Optimierungsimperative vor dem Leib Halt machen? Im Kontext einer zunehmenden technischen Reproduzierbarkeit des Körpers scheint das Individuum von den Schranken seiner natürlichen Konstitution befreit: Medikamentöse und chirurgische Optimierungsmöglichkeiten werden unabhängig von medizinischen Indikationen ebenso aktiv genutzt wie technologisches Enhancement oder verdatete Leistungs- und Gesundheitskonzepte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2015
Offenbar mit Interesse hat Rezensentin Manuela Lenzen das nun unter dem Titel "Upgrade-Kultur" erschienene Buch des Soziologen und Politikwissenschaftlers Dierk Spreen gelesen. Vom stetigen Voranschreiten der insbesondere körperlichen Selbstoptimierung erfährt die Kritikerin hier ebenso wie von den Gefahren einer Kultur, in der alle standardisierten Körpern nacheifern und in der nur derjenige Anerkennung bekommt, der ständig selbst an sich arbeitet. Darüber hinaus lernt Lenzen bei Spreen auch einiges über technische Enhancements von der Google-Brille bis zu Hirn-Computer-Schnittstellen.
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