Ehrhardt Bödecker

Preußen und die Marktwirtschaft

Cover: Preußen und die Marktwirtschaft
Olzog Verlag, München 2007
ISBN 9783789281877
Kartoniert, 135 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Zweimal in der jüngeren deutschen Geschichte haben sich die Regierungen für eine freie Marktwirtschaft entschieden: Preußen am 17. Januar 1845 und die Bundesrepublik Deutschland am 21. Juni 1948. Zweimal gab es ein Wirtschaftswunder. Doch die Marktwirtschaft in Preußen-Deutschland war erfolgreicher. Nach einer Zeit von Armut und Elend erklomm Deutschland bei der geringsten Arbeitslosigkeit in Europa in Wissenschaft und Industrie die Weltspitze. In dem neuen Buch vergleicht der Autor beide Marktwirtschaften miteinander. Bildung und Ausbildung, Verwaltung, Steuer, Staatsverschuldung, Gewerkschaften, Familie und andere wichtige Elemente einer Wirtschaft werden behandelt. Der Autor besitzt nicht nur ein profundes Fachwissen, sondern als Richter, Rechtsanwalt und erfolgreicher Unternehmer auch umfassende persönliche Erfahrungen. Seine Schlussfolgerungen überraschen. Sie entsprechen so ganz und gar nicht der "politischen Korrektheit", aber es sind Regeln für alle diejenigen am Wirtschaftsleben Beteiligten, die eine erfolgreiche Volkswirtschaft anstreben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2007

Instruktiv findet Rezensent Gerd Habermann dieses Buch über "Preußen und die Marktwirtschaft" von Ehrhardt Bödecker. Auch wenn ihm der Autor fast etwas zu versessen darauf scheint, die Verdienste Preußens zu rühmen, stimmt er ihm in vielem zu. Etwa darin, dass im 19. Jahrhundert und im Deutschen Reich bis 1914 eine bessere Wirtschaftspolitik betrieben wurde als im heutigen Deutschland, was Habermann in einer Reihe von eindrucksvollen Vergleichszahlen bestätigt sieht. Auch mit Bödeckers Würdigung Bismarcks als Vater des "ersten deutschen Wirtschaftswunders" ist er einverstanden. Allerdings hält er die Ansicht des Autors, Bismarcks Sozialversicherung sei eine "hochmoderne" Errungenschaft, für fraglich. Insgesamt begrüßt er das Buch jedoch sehr, auch weil es dazu beiträgt, das "ramponierte Ansehen" Preußens und des Deutschen Reiches der Kaiserzeit wieder zu heben.

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