Elisabeth Kovac

Untergang oder Rettung der Donaumonarchie?

Zwei Bände
Cover: Untergang oder Rettung der Donaumonarchie?
Böhlau Verlag, Wien 2005
ISBN 9783205772958
Gebunden, 1036 Seiten, 155,00 EUR

Klappentext

Mit 316 Abbildungen. Diese wissenschaftlich fundierte Biografie Karls I. (IV.), des letzten Kaisers von Österreich und Apostolischen Königs von Ungarn, versucht, die Reaktion des Kaisers und Königs auf politische und militärische Ereignisse zu erfassen, seine Entscheidungen und Aktionen im Zusammenhang mit Politik, Strömungen und Bewegungen der Zeit zu studieren und seine Bindung an und seine Abhängigkeit von der multinationalen Bevölkerung der Donaumonarchie zu beleuchten. Ziel der historiographischen Rekonstruktion von Regierungszeit, Asyl und Exil Karls I. (IV.) ist es, ihm sachlich gerecht zu werden und seinen Stellenwert für das heutige Österreich zu bestimmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2005

Einen katastrophalen Eindruck haben Elisabeth Kovacs Biografie Karls I. sowie der zugehörige Dokumentenband bei Rezensent Martin Kröger hinterlassen. Als "unzulänglich" und "bizarr" brandmarkt er ihr Buch über den letzten österreichischen Kaiser, der nach der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand am 28. Juni 1914, den Thron bestieg. Karl I. will Kröger seine Prägung durch Hof, Militär und Kirche nicht vorhalten, wohl aber der Autorin. Es braucht eine Zeitlang, bis sich die Darstellung als das zu erkennen gibt, was sie ist, eine historische Verschwörungsphantasie mit wissenschaftlichem Anstrich, "blühender Unsinn" auf allen Ebenen. Die Mächte der Finsternis haben in Kovac' Augen den Kaiser um den Thron gebracht: "Liberale und Atheisten, jüdische Bolschewisten, slawischen Nationalisten und ganz besonders die Freimaurer". Er hält der Autorin vor, Quellen unkritisch zu verarbeiten, Zitate selten in den historischen Kontext zu stellen oder zum Ausgangspunkt einer Analyse zu machen, dafür aber wissenschaftliche Literatur außer acht zu lassen. Auch der Dokumentenband erscheint Kröger nicht viel besser. Wirklich Neues biete er ohnehin nicht, dafür einige reichlich obskure Schriftstücke.

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