Aus dem Englischen von Ursula Wulfekamp. Clary und Polly wird es zu eng in Sussex, wie ihre Cousine Louise zieht es sie nach London. Gemeinsam leben sie ihren Traum von Unabhängigkeit: Sie teilen sich eine Wohnung, lernen Stenografie und Maschineschreiben und bieten den Schwierigkeiten in der zunehmend kriegsmüden Hauptstadt mit jugendlichem Schwung die Stirn. Die eigensinnige Louise wiederum entscheidet sich zur Überraschung aller für die Ehe - ihr Eintritt in die High Society. Schon bald allerdings muss sie erfahren, was es bedeutet, in Kriegszeiten nicht nur Mutter, sondern auch die Gattin eine ehrgeizigen Marineoffiziers zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.11.2019
Rezensentin Kathleen Hildebrand findet Elizabeth Jane Howards Bücher altmodisch, meint das aber positiv: Was Howard vorschnell als Autorin von Frauenliteratur abgestempelt habe, nämlich ihre feine Beobachtungsgabe, ihr Gespür für Befindlichkeiten und ihre leisen Andeutungen, hält sie für Meisterschaft in alternativer Geschichtsschreibung. Der Kritikerin zufolge zeigt ihre Roman-Serie über die Holzhändler-Familie Cazalet den Zweiten Weltkrieg aus der Sicht der oberen britischen Mittelschicht und vor allem aus jener der Zu-Hause-Gebliebenen, der Frauen und Alten. Howard leuchtet damit eine vernachlässigte Seite der Geschichte aus, lobt die Rezensentin, die auch den menschenfreundlichen Blick der Autorin auf ihre Figuren genossen hat.
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