Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2005
"Beunruhigend schön" seien Elke Erbs Verse, schreibt ein schwer ins Grübeln geratener Rezensent Bruno Steiger, denn nur schwer ließen sich deren poetische Texte von der Textur der Alltagswelt unterscheiden. Einmal ein Zitat hilft Rezensent und Lesern aus der Verständnisklemme: "Denn sie haben noch Gras an den Schuhen/ diese Wörter, die oben genannten/ wie selbst, das gemeinte Tun." Bruno Steiger holt weit aus, um Elke Erbs bisher "zwanzig Bände umfassendes "Ich-Buch", ihr "Projekt einer poetischen Welt- und Selbsterkundung" zu umschreiben, das im Wesentlichen aus "Gedicht und Kurzprosa, Gedichtreflexionen und lyrischen Notaten" bestünde. Auch "Gänsesommer" sei voller "sprach- und dichtungstheoretischer" Gedanken und Anspielungen auf wichtige Autoren. Gemischt allerdings mit "kleinen Spots" auf den ganz profanen Lebensalltag der Autorin. Elke Erb verstehe es auf beunruhigende Weise, Dinge und Wahrnehmungen nicht nur zu "benennen" und zu "deuten", sondern erst einmal zu "betrachten" und zu "bedenken". Ein Wort dazu bei Elke Erb heißt "Vorschweben", zitiert der Rezensent.
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