Eine Ode an die Oper: Elke Heidenreich erzählt von der Musik, von den Figuren auf der Bühne und ihrer Leidenschaft, vor allem aber immer wieder vom Hören. "Die großen, Jahrhunderte überdauernden Themen sind diese beiden: Liebe und Tod", sagte Heidenreich bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2008. In diesem Sinne versucht sie Hörer und Zuschauer für die großen Werke der Oper zu gewinnen. Fern jeder trockenen Belehrung zeigt die Kritikerin, Moderatorin und Librettistin Elke Heidenreich, dass Musik etwas ist, das jeden angeht, und von etwas spricht, was jeden in seinem eigenen Leben zutiefst betrifft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.04.2009
Dieser "Liebeserklärung an die Musik" von Elke Heidenreich hat sich Hans-Jürgen Linke nur widerwillig geöffnet, wie er deutlich macht. Dem Rezensenten gehen dabei nicht nur die gern in Zitate verpackten Weisheiten auf die Nerven, mit denen die Autorin ihre vor allem der Oper des späten 18. und des 19. Jahrhunderts entsprungenen Lieblingsstücke beschwärmt. Vor allem der normative Impetus, der alle nicht im gleichen Maße Liebenden zu Banausen ohne Herz und Bildung macht, erregt Linkes Ärger und nährt in ihm den Verdacht, dass sich dahinter Heidenreichs Verachtung für "ihr Publikum" verbirgt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2009
Was bleibt Michael Gassmann auch anderes übrig, als Elke Heidenreichs Herzergriffenheit im Bann von Oper, Festspiel und Musik bei einem Glas Wein und Verdi-Klängen empfindend nachzuvollziehen. Als Kritiker, das spürt Gassmann gleich, macht er hier keinen Stich. Wo Gefühle dermaßen uneingeschränkt walten wie in Heidenreichs Passion, ist alles möglich. Auch in puncto Formulierung, wie der Rezensent erschrocken feststellt. Staunen wie aus dem Libretto? Und wenn schon, meint Gassmann. Her mit Wein und Verdi!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Nicht erwärmen kann sich Harald Eggebrecht für Elke Heidenreichs Texte über Musik. Auch wenn ihm das Engagement der Autorin für die Oper ehrenwert und ihre oft gedruckten Festspieleindrücke okay erscheinen, hätte man seines Erachtens darauf verzichten sollen, die bis auf das Vorwort bereits anderswo publizierten Texte in Buchform zu bringen. Schließlich haben ihn der "Dauerton impulsiver Opernbegeisterung", die "wohlfeilen Appelle", die gefühligen Liebeserklärungen an die Musik ziemlich genervt.
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