Aus dem Amerikanischen übersetzt und herausgegeben von Werner von Koppenfels.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.01.2007
Die Rezensentin Angela Schader hat sich entschieden, Gunhild Küblers Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson im Rückgriff auf Werner von Koppenfells' ältere Ausgabe zu besprechen. Die Entscheidung, welche der beiden Versionen die bessere ist, fällt ihr jedoch außerordentlich schwer. Während Koppenfells die Gedichte gekonnt und aufschlussreich nach Themen bündelt und in seiner textnahen, und daher "widerständigen" Übersetzung Dickinsons "radikale Fremdheit" erspüren lässt, ordnet Kübler die Gedichte in chronologischer Reihenfolge an und erhebt Dickinsons "Formwillen" zum leitenden Prinzip ihrer stärker am Klangbild orientierten Übersetzung. Letztendlich empfiehlt die Rezensentin, sich beide Bücher anzuschaffen, um in den Genuss ihrer fruchtbaren Synergie zu kommen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2002
Dieser in der Neuauflage noch einmal um siebzig Gedichte erweiterte Band ist nicht chronologisch geordnet, sondern nach Themen. Im Zentrum stehen die Texte, die sich um das "Drama einer versagten Liebe" drehen, andere Abschnitte sind der Naturlyrik, poetologischen Dichtungen und satirischen Gedichten gewidmet. Großes Lob der Rezensentin Angela Schader gilt den Übersetzungen durch den Herausgeber Werner von Koppenfels: nicht nur dem Sinn der oftmals fast "hermetischen" Vorlagen spüre er erfolgreich nach, auch Rhythmus und "Innenspannung" der Originale kann er, so Schader, ein ums andere Mal ins Deutsche retten. Die "Widerständigkeiten" und Nuancen der Lyrik Dickinsons blieben auf diese Weise glücklich erhalten.
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