Eric Kriek

In the Pines

5 Murderballads
Cover: In the Pines
Avant Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783945034378
Gebunden, 128 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Inklusive CD. Aus dem Niederländischen und Englischen von Kathrin Herzberg und Benjamin Mildner. Seit langem gelten die "Murder Ballads" als Herzstück der amerikanischen Folkmusik. Traditionell bewegen sich diese Songs zwischen Fiktion und Wirklichkeit, erzählen von Verbrechen, Mord und ähnlichen Gräueltaten. Diese rohen Erzählungen von Liebe und Verrat, von Rache und Tod, werden von Generation zu Generation weitergetragen. Sie sind wie dunkle Shortstories im Gewand populärer Musik - unter anderem interpretiert von Johnny Cash oder Nick Cave. Der ideale Ausgangspunkt für eine Sammlung von Horror-Comics. In seiner düsteren Geschichtensammlung "In the Pines" wählt der niederländische Zeichner und Autor Erik Kriek fünf dieser "Murder Ballads" als Inspiration für fünf außergewöhnliche und schaurige Erzählungen, die stets das Böse im Menschen suchen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.05.2016

Fünf Mordballaden dienen Erik Kriek als Inspiration für die vorliegende Graphic Novel, erfahren wir von Ralph Trommer. Ästhetisch orientiert sich der niederländische Zeichner an den ambitionierten Horrorcomics aus dem Hause EC der 50er Jahre, schreibt der Rezensent weiter und erläutert, dass die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert angesiedelten Geschichten der fünf Balladen in einen losen dramatischen Zusammenhang zueinander gebracht werden. Gerade hier entpuppe sich Kriek als "souveräner Erzähler", der es versteht, seine morbiden Geschichten raffiniert und mit Sorgfalt im Detail zu konstruieren. Auch die Gestaltung überzeugt den Rezensenten: Orientiert an der "organischen" Seitenarchitektur von Altmeister Will Eisner erzielt der Zeichner eine traumartige Atmosphäre, die von der Musik der beiliegenden CD noch gestützt wird. Alles in allem ein Musterbeispiel dafür, was geschehen kann, wenn sich eine ästhetische Form von der anderen inspirieren lässt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.04.2016

Erik Kriek hat sich in seinem neuen Band "In the Pines" der sogenannten Murder Ballads angenommen und das funktioniert ziemlich gut, findet Rezensent Christoph Haas. Krieks modernen Crime- und Horror-Storys mag vielleicht die "archaische Wucht" der alten Lieder fehlen, die wunderbaren erzählerischen Ideen und Zeichnungen machen den Verlust aber verschmerzbar, meint der Kritiker. Und so gibt er sich fasziniert und nicht selten erschüttert den "dämonischen Kräften" der in dezenten Schwarz-Weißtönen illustrierten Lieder hin, und lauscht nicht weniger gern der beigefügten CD, auf der Kriek auch als Sänger auftritt.

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