Aus dem Amerikanischen von Jörg Krisman. Mit einem Vorwort von Umberto Eco. Es war ein großes persönliches Anliegen des berühmten Comic-Zeichners Will Eisner, mit seinen Mitteln die Wahrheit über eine Lüge zu erzählen, die seit mehr als hundert Jahren Haß in den Köpfen sät. Die sogenannten "Protokolle der Weisen von Zion", fabriziert möglicherweise im Auftrag des russischen Geheimdienstes Ende des 19. Jahrhunderts, sollen die vermeintlichen "Machenschaften" der Juden zur Beherrschung der Welt belegen und waren zunächst zur Verleumdung der Reformer im zaristischen Rußland gedacht. Eisner zeichnet in einem spannenden Comic, das sich auf die jüngsten Erkenntnisse der Historiker stützt, ihre Entstehungsgeschichte nach.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.09.2005
Als ein "Meisterstück der politischen Melancholie" feiert Fritz Göttler Will Eisners letzten Comic-Roman über die "Protokolle der Weisen von Zion". Eisner begibt sich hier in eine reale Comicwelt, in der er die "irrwitzige" Geschichte der Fälschungen als einen sich verselbstständigenden Antisemitismus darstellt, lesen wir. Begonnen bei der Abrechnung Maurice Jolys mit Napoleon III., führt Eisner den Leser mit "fantastischer Präzision" über die russiche Zarenzeit bis zur Gegenwart - dies alles wunderbar und lebensnah gezeichnet, schwärmt Götter. Er ist offensichtlich gebannt und kann somit auch kein negatives Wort über diese "Choreografie der Manipulation" verlieren.
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