Mit 619 teils farbigen Abbildungen. Ein Gesamtüberblick über alle Aspekte der Bibliophilie. Bibliophilie - Bücherliebe, die sich im Büchersammeln manifestiert - blickt auf eine lange Tradition zurück und präsentiert sich auch in der Gegenwart als eine breit aufgefächerte Landschaft.Das vorliegende Buch vermittelt Buchliebhabern und Buchinteressierten umfassendes Wissen über alle Aspekte der Bibliophilie. Entstanden aus der Auseinandersetzung mit G. A. E. Bogengs Einführung in die Bibliophilie (1931), nähert es sich dem Thema auf vier Ebenen an: Es erläutert zentrale Fragen und aktuelle Entwicklungstendenzen, zeichnet Grundlinien der Geschichte des Büchersammelns nach, gibt einen ausführlichen Überblick über die Vielzahl an Sammelgebieten und behandelt jene Gestaltungs- und Materialitätselemente, die das Buch zu einem sinnlich-ästhetischen Gegenstand machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2026
Ein neues "Standardwerk" hält Rezensent Peter Rawert mit diesem Opus Magnum des Mainzer Buchwissenschaftlers Ernst Fischer in den Händen, der ursprünglich Gustav Bogengs "Einführung in die Bibliophilie" edieren sollte, jetzt aber ein ganz eigenständiges Werk geschaffen hat. Rawert erzählt von einer Auktion, die 1840 die bibliophile Welt in Aufruhr versetzte, sich letztendlich aber als Spaß herausstellte, der zeigen sollte und konnte, wie sich die Sammelleidenschaft zwischen Buchliebe und Konsum bewegt. Fischer, so schildert der Kritiker, widmet sich dem Thema phänomenologisch und schreibt Kapitel über verschiedene Sammelgebiete, das Buch als haptisches, optisches und kinetisches Objekt, die Rolle von Genderfragen kommt ebenso zur Sprache wie der historische Wandel des Sammelns. Dass es gerade dann spannend wird, wenn das Sammeln obsessiv wird, kann der Autor dem Rezensenten ebenso anschaulich vermitteln wie den Fakt, dass erst der kommerzielle Markt diese Leidenschaft überhaupt ermöglicht. Ein "Lesegenuss", der durch über 600 Abbildungen von theologischen Schriften bis zu Kochbüchern noch unterstützt wird, so das Resümee.
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