Aus dem Französischen von Tatjana Michaelis. Eugène verbrachte seine Kindheit im rumänischen Sozialismus, bis die Familie in die gelobte Schweiz auswanderte. Erst mal ist nichts verständlich im neuen Daheim, und dabei ist die Sprache noch das geringste Problem. Und der neue Luxus ist zunächst weder gut noch schlecht gut und schlecht sind für Eugène vielmehr die Dinge, die seinem Leben eine Richtung gaben, etwa vier Radmuttern oder der falsche Schuh in den Bergen. Mit leiser Melancholie, Humor und dem Charme des kindlich-verfremdenden Blicks nimmt Eugène den Leser mit auf eine Reise, in deren Verlauf ein stotternder Junge zu einem erfolgreichen Schauspieler wird.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.03.2014
Das ist wohl ein merkwürdiger Roman, den Samuel Moser uns vorstellt. Für Moser ist es vor allem auch ein traumhaft gestaltetes Buch, in dem den Dingen so viel Bedeutung zukommt, wie sonst selten, wie Moser erklärt. Dass daraus die Skepsis des aus Rumänien geflohenen Schweizer Schriftstellers Eugène dem Schreiben gegenüber spricht, ist ihm vollkommen klar. So verzichtet der Autor, beschreibt Moser das Zustandekommen des Textes, hier schreibend aufs Schreiben. So ganz aber wohl doch nicht, Moser entdeckt im Text Spuren des literarischen Handwerks, Verweise, Kunstsprache, Dichterporträts. Darüber stehen die Dinge, die das Leben des Autor laut Moser geprägt haben: Tomaten, der rosarote Panther, Pakete, ein verlorener Schuh.
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