Klappentext

Aus dem Französischen von Yla von Dach. Marius Daniel Popescu schlägt in diesem Buch einen Bogen zwischen der Kindheit in Rumänien und der Gegenwart in der Schweiz, wo sein Erzähler als Plakat­kleber und Journalist arbeitet. In Rumänien steht das Begräbnis der Mutter im Mittelpunkt, das Erinnerungen an das "Land der Einheitspartei" auslöst. In Lausanne nimmt die innige, spielerische (auch sprachspielerische) Beziehung des Erzählers zu seiner Tochter den grössten Raum ein. Zwischen den beiden Welten entsteht ein  Spannungsfeld, das von der sprachlichen Verve des Autors zusammengehalten wird, der das Leben, wo es auch stattfinden mag, durch eine Art Zeitlupe betrachtet, unter der die kleinen Gesten, Bewegungen und zum Teil scheinbar völlig banal erscheinenden Puzzlestücke des Alltags vergrössert und stark verlangsamt erscheinen

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2017

Roman Bucheli ist begeistert von Marius Daniel Popescus Roman. Das Entscheidende hier ist für ihn die prinzipielle Interesselosigkeit des Textes, der nichts sagen muss, aber unendlich viel erzählt, weil er alles sprechen lässt. Wie ein langes Selbstgespräch kommt ihm der Text vor, ein Requiem auf die Mutter des Erzählers, die er zu Grabe trägt, und zugleich ein Jauchzen angesichts der Geburt der Tochter, Bild für Bild, so Bucheli, der das Leben und den Tod so elementar kaum je geschildert bekommen hat wie in diesem Buch. Eine Verzauberung des Banalen auch, schreibt er, furios, bildstark und mit musikalischer Genauigkeit übersetzt von Yla von Dach.
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