Redaktionelle Mitarbeit: Petra Goldman. Durchgehend illustriert, mit Musik-CD. Seit den siebziger Jahren hat die jiddische Musik, insbesondere die Klesmermusik, einen unglaublichen Aufschwung erlebt. Vom Aufschwung zur Mode ist es oft nicht weit; und die Mode hat es mit sich gebracht, dass zwar viel jiddische Musik gesungen und gespielt wird, oft aber die historischen, sprachlichen, kulturellen und stilistischen Hintergründe völlig außer Acht gelassen werden. "Lomir ale singn" will über diese Hintergründe informieren. Das Buch informiert über die Musik der Synagoge (mit einem Exkurs über die gemäßigte Reform in Deutschland), das jiddische Lied, jiddisches Theater und jiddischen Film und über Klesmermusik. Einen breiten Raum nehmen Biografien von Dichtern, Komponisten und Interpreten ein. Zwei Anhänge informieren über die traditionellen jüdischen Tonarten und die Formen der Klesmermusik. Außerdem enthält das Buch eine reichhaltige Bibliografie und Diskografie sowie ein Glossar.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2002
Der Sänger und Akkordeonist Francois Lilienfeld hat eine "materialreiche Einführung" in die Musik der osteuropäischen Juden geschrieben, lobt der Rezensent mit dem Kürzel "j.h.". Darin schildert der Autor die Geschichte dieser Musik und verdeutlicht dem Leser, dass die Synagogalmusik, das jiddische Lied und die Klezmermusik nur drei Facetten dieser vielfältigen Musikrichtung sind, staunt der Rezensent. Denn viele der Musiker, die Lilienfeld in Kurzbiografien vorstelle, seien "Grenzgänger" zwischen der traditionellen jiddischen Musik und neuer Unterhaltungsmusik gewesen. Gelungen findet der Rezensent neben den Ausführungen des Autors auch das angeschlossene Glossar, die kommentierte Bibliografie und Diskografie und schließlich die CD mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen jiddischer Musiker.
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