Christoph Späti

Die Schweiz und die Tschechoslowakei 1945-1953

Wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen im Polarisationsfeld des Ost-West-Konflikts
Cover: Die Schweiz und die Tschechoslowakei 1945-1953
Chronos Verlag, Zürich 2000
ISBN 9783905313543
Einband unbekannt, 762 Seiten, 46,02 EUR

Klappentext

Der Autor analysiert die polarisierenden Einwirkungen zweier ideologisch fundierter, internationaler Machtblöcke auf die Entwicklung des traditionell engen und guten Verhältnisses der beiden mitteleuropäischen Kleinstaaten. Im Zentrum des Interesses stehen sowohl die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen als auch die Frage nach der Entschädigung für von der Tschechoslowakei nationalisiertes oder konfisziertes schweizerisches und liechtensteinisches Eigentum. Auf einer weiteren Ebene werden die humanitäre Hilfe der Schweiz sowie die kulturellen Wechselbeziehungen untersucht. Ausführlich analysiert Christoph Späti die internationalen Handlungsspielräume beider Staaten wie auch die Einwirkungen innenpolitischer Akteure auf die Gestaltung der bilateralen Beziehungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2001

Paul Stauffer weiß viel zum Thema. Ausführlich referiert er die Interessenskonflikte zwischen der Schweiz und der Tschechoslowakei nach Nachkriegsende. Belehrt hat ihn die Lektüre von Christoph Spätis Buch, das auf gründlicher Auswertung zumeist unpublizierter tschechoslowakischer und schweizerischer Quellen beruhe. Über weite Strecken erschließt es Neuland und überzeugt durch Ausgewogenheit des Urteils, lobt der Rezensent. Eine "energische Straffung" wäre seiner Meinung nach allerdings der Lesbarkeit der Darstellung gut bekommen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.08.2001

Einen "originären Beitrag" nennt Daniel C. Schmid die Dissertation Christoph Spätis über die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz zur Tschechoslowakei und zu anderen kommunistischen Staaten Osteuropas in der frühen Nachkriegszeit. Neben einer detaillierten Analyse des gegenseitigen Warenverkehrs untersuche der Autor den zunehmenden Einfluss der Frontenbildung im Kalten Krieg auf die Gestaltung humanitärer Hilfe und der kulturellen Beziehungen. "Erschöpfende" Recherchearbeit in den betreffenden Archivbeständen ist hier nach Schmid geleistet worden. Ist das Werk somit recht umfangreich geworden, findet sich der Rezensent dennoch dank "präziser Inhaltsverzeichnisse, Zusammenfassungen und Register" gut zurecht.

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