Fritz Senn

Noch mehr über Joyce

Streiflichter
Cover: Noch mehr über Joyce
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt/Main 2012
ISBN 9783895613333
Gebunden, 328 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Joyce, heißt es, sei schwierig. Fritz Senn, der Doyen der Joyce-Forschung und Leiter der James-Joyce-Stiftung Zürich, ermuntert in "Noch mehr über Joyce" zu gründlichem Hinsehen ohne angelernte Scheu. Mit seinen Essays beleuchtet Senn die großen Themen des kosmopolitischen Iren ebenso wie die Details seiner Texte. Damit gibt er eine Einführung in das Werk des wohl berühmtesten Autors der literarischen Moderne. Senn betreibt eine fröhliche Wissenschaft, die ohne gelehrten Apparat auskommt. Er nimmt auch Leser ohne Vorbildung an die Hand und erhellt durch detaillierte Erörterungen des Originals sowie einiger Übersetzungen die Eigenheiten des Joyceschen Kosmos. Indem Senn, ohne zu belehren, den Facettenreichtum, die kunstvolle Bauart und abgründige Komik der Joyceschen Werke erschließt, macht er das Selberlesen zum Erlebnis.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.12.2012

Für Rezensent Manfred Koch ist Fritz Senns neues Buch "Noch mehr über Joyce" die kenntnisreichste und anregendste Einführung, die es in deutscher Sprache gibt. Senn, den der Kritiker nicht nur seit seinen ersten beiden Joyce-Büchern als brillanten Kenner des irischen Autors schätzt, richte sich hier aber nicht nur Joyce-Anfänger, sondern gebe mit seinem Buch auch erfahrenen Lesern eine Anleitung zum Wiederlesen. Er mache deutlich, dass erst bei wiederholter Lektüre der Beziehungsreichtum des Gesamtwerkes offenbar werde, berichtet der Kritiker, der dank Senn ganz fasziniert Wörter, Bilder und Motive entdeckt, die wie in einem "gewaltigen Echoraum" miteinander korrespondieren. Nach der Lektüre von Senns sprachgewaltiger Anleitung, die die zahlreichen semantischen und klangsinnlichen Bedeutungen, Anspielungen und Überblendungen mit exemplarischen Textstellen belegt, ist der Rezensent mit Joyce' "labyrinthischem Textgelände" vertrauter geworden und hat umso mehr Lust, sich erneut in den "Kreislauf" der rätselhaften Joyce-Lektüre zu stürzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2012

Rundum glücklich ist Wolfgang Schneider mit Fritz Senns Buch "Noch mehr über Joyce". Im Mittelpunkt sieht er Joyce' Roman "Ulysses", aber auch andere Werke des Schriftstellers findet er glänzend vorgestellt. Er attestiert Senn nicht nur eine eindrucksvolle Gelehrsamkeit, sondern auch die Kunst, sein Wissen leichthändig und anregend zu vermitteln. So hat der Rezensent eine Menge gelernt über die unterschiedlichen Stile, Schreibweisen und Perspektiven, über die Hauptfiguren und über die poetologischen Prinzipien bei Joyce. Senn gelingt es nach Schneiders Ansicht, die Neugier auf Joyce zu wecken und Lust auf eine eigene Lektüre zu machen. Joyce lesen bedeutet, formuliert der Rezensent die Quintessenz des Buchs, "Freude daran haben, was Sprache alles kann".

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