Wer schon mal ein Elfmeterschießen bei einem großen Fußballturnier verfolgt hat, weiß: Es gibt für Profifußballer*innen wohl kaum eine größere Drucksituation. Hier wird über Sieg oder Niederlage entschieden und Geschichte geschrieben. Hier werden Helden geboren - und begraben. Prof. Geir Jordet erforscht das Phänomen des Elfmeterschießens seit 20 Jahren und hat u. a. schon das DFB-Team beraten. Doch die Psychologie des Elfmeterschießens ist nicht nur für Fußballfans interessant! Sie verrät uns einiges über den richtigen Umgang mit Stresssituationen in unserem Alltag. Vom richtigen Atmen bis zur Erkenntnis, dass auch bei der Performance eines Einzelnen gutes Teamwork entscheidend sein kann: Anhand von Fallstudien und am Beispiel berühmter Elfmeterschießen erklärt Jordet in sechs Kapiteln nicht nur, warum David Beckham so häufig übers Tor schoss und was das Elfmetergeheimnis der norwegischen Frauen-Nationalmannschaft ist, sondern er zeigt auch, wie es uns allen gelingen kann, Stresssituationen souverän zu meistern und im entscheidenden Moment abzuliefern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2024
Rezensent Holger Gertz ist sichtlich begeistert von dieser sportwissenschaftlichen Studie, die, so Gertz, zu suggerieren versucht, dass das alltägliche Lampenfieber im Beruf oder die Angst vor der Familie durch das Denken an und beim Elfmeterschießen gelöst werden kann. Denn genau das ist das Ziel von Jordert Geir, Sportwissenschaftler, Berater und langjähriger Forscher auf dem Gebiet der Elfmeterpsychologie und des Elfmeterschießens im Fußball: Zu zeigen, dass es eine strenge Parallele zwischen Fußball und dem Umgang mit Druck im Leben gibt. Geir habe unermüdlich zu diesem Thema geforscht, sich immer wieder mit Hirnforschern ausgetauscht und sei zu dem Schluss gekommen: Angst und Panik führen zu überhasteten Schüssen und Fehlschüssen, Übung sei das Allheilmittel gegen diese Schwierigkeit. Gertz bürgt für den präzisen Schreibstil, in dem er Drucksituationen in wichtige Spiele übersetzt, und für den wissenschaftlichen Anspruch der Diskussion. Und auch der These schenkt er gerne Glauben: Man müsse, so Geir, auch im Leben vor einem wichtigen Auftritt immer wieder üben. Und man solle nicht vergessen, dass man nicht auf der großen Bühne des Weltfußballs stehe oder vor den glotzenden Augen der Fernsehzuschauer, sondern dass die alltäglichen Auftritte bescheidener seien. Wenn man das nicht vergisst, geht es leichter, schließt Gertz scheinbar einverstanden.
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