Ausgerechnet dieser Autorin aus der hinteren Reihe der DDR-Literatur, wundert sich Iris Radisch im Aufmacher der Literaturbeilage, gelingt es, die DDR literarisch wieder zum Leben zu erwecken. Familienleben am Todesstreifen, eine kleine intakte ländliche Welt, abgeschirmt durch Minen, isoliert von aller Welt, auch von der Lebenswirklichkeit der DDR. Ein Mauerglück, das nicht währt, aber wahr ist - zumindest war. Radisch bringt Schütz "in ihrem Glauben an eine nachgetragene Unschuld" mit Martin Walser in Zusammenhang. Ihre Erzählweise sei keineswegs bieder, sondern "porös, abgehackt, tastend". Schütz` Roman berichte auf bemerkenswerte Weise aus einer vergangenen Welt, die "im Buch der Mentalitätsgeschichte aufbewahrt" gehöre.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…