Ausgerechnet dieser Autorin aus der hinteren Reihe der DDR-Literatur, wundert sich Iris Radisch im Aufmacher der Literaturbeilage, gelingt es, die DDR literarisch wieder zum Leben zu erwecken. Familienleben am Todesstreifen, eine kleine intakte ländliche Welt, abgeschirmt durch Minen, isoliert von aller Welt, auch von der Lebenswirklichkeit der DDR. Ein Mauerglück, das nicht währt, aber wahr ist - zumindest war. Radisch bringt Schütz "in ihrem Glauben an eine nachgetragene Unschuld" mit Martin Walser in Zusammenhang. Ihre Erzählweise sei keineswegs bieder, sondern "porös, abgehackt, tastend". Schütz` Roman berichte auf bemerkenswerte Weise aus einer vergangenen Welt, die "im Buch der Mentalitätsgeschichte aufbewahrt" gehöre.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…