Dieses Buch erzählt die visuelle Geschichte der Weltkriegszeit. Es zeigt die Schlüsselbilder, die die Welt bewegten, und die imaginierten Welten, die zu kollektiven Bildern dieser Epoche wurden. Der Untergang der Titanic und das Attentat von Sarajewo, die Hafentreppe von Odessa und der Junge im Warschauer Ghetto, die Persil-Frau und Micky Maus, Josephine Baker und Leni Riefenstahl, das Torhaus von Auschwitz und Iwo Jima, der Engel von Dresden und die Mushroom Clouds über Hiroshima, die Rosinenbomber und die Friedenstaube - mehr als jede Zeit zuvor ist das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert der Bilder. Das Buch zeigt die Schlüsselbilder, die die Welt bewegten, und die imaginierten Welten, die zu kollektiven Bildern dieser Epoche wurden. Es erzählt die Geschichte ihrer Entstehung, ihrer Benutzung und ihrer Wahrnehmung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2009
Urs Hafner hält diesen opulenten Bildband nur bedingt für geeignet, das 20. Jahrhundert zu verstehen. Zwar findet er das von dem Zeithistoriker Gerhard Paul ausgerufene Paradigma einer Zeitgeschichte durch kanonische Bilder angemessen. Die von Paul nach ihrer Aussagekraft im Hinblick auf das "konfliktive wie technizistische Signum der Epoche" hin ausgewählten rund 200 Bilder (Sexuelle Revolution, Tschernobyl, Mauerfall) samt Analysen verschaffen ihm auch Anregung und Kurzweil. Allerdings stößt Hafner unterwegs immer wieder auf die Crux der historiografischen Beschäftigung mit Bildern "schlechthin". Indem die Autoren dem vorgegebenen Paradigma folgen und die Ästhetik der Bilder erkunden möchten, klingt es für Hafner nicht selten allzu kunsthistorisch deskriptiv, wie die bloße "Verdoppelung" der medialen Inszenierung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2009
Peter Geimer schätzt diesen von Gerhard Paul herausgegebenen Band "Das Jahrhundert der Bilder. 1900 bis 1949", der die Welt der Bilder - von Werken der bildenden Kunst über politische Plakate und Reklame bis zur Ikonografie der beiden - Weltkriege vorstellt. Er attestiert dem Werk, zu dem über siebzig Autoren beigetragen haben, einen hohen Anspruch, will es doch kein Geschichtsbuch mit angehängtem Bildteil sein, sondern die visuelle Prägung des 20. Jahrhunderts aufzeigen. Die Auswahl der Bilder findet Paul gelungen, bekannte Motiven stehen neben solchen, die verlorenen gegangen schienen. Ob der Band seinen bildtheoretischen Anspruch einlösen kann, hält er allerdings für fraglich, gewinnt er doch den Eindruck, dass die Bilder nicht nach "bildlichen Kriterien" gewählt wurden, sondern als eine "Chronik zeitgeschichtlicher Ereignisse".
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