Mascha und ihre Tochter Tinka leben allein. Am Monatsende können sie nicht mehr heizen. Um die Nacht zu überstehen, bauen sie sich eine Höhle aus Decken. Sie fühlen sich gefangen. Doch sie haben einander. Und die kühne Idee für einen Ausweg.Ein Leben in Armut erfordert Mut, also ist Mascha furchtlos. Sie zieht mit ihrer Tochter in ein Altersheim, um zu überwintern und sich das Amt vom Hals zu halten. Der Tröster kommt, wenn sie ihn braucht, und bleibt, als er nicht mehr im Hinterzimmer einer Kneipe wohnen kann. Übergangslösungen, weiß Mascha. Als Tomsonov, einer der Heimbewohner, unter dem Sandsteinfundament im Keller Geräusche hört, beginnt Mascha zu graben. Nach Loyalität und Geborgenheit, nach zweiten Chancen und nach Abenteuer. Einen Tunnel hinaus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2023
Grit Krüger schreibt in ihrem neuen Buch kunstvoll und packend über verschiedene Facetten von Armut, lobt Rezensentin Anna Flörchinger. Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, den Mittelpunkt bilden Mascha und ihre Tochter Tinka, die mit ihrer prekären Situation zu kämpfen haben. Nach erfolgloser Jobsuche muss Mascha eine Stelle in einem Altersheim annehmen, lesen wir. Das zieht Probleme nach sich: Die Arbeit ist hart, die Kinderbetreuung schwierig, über die Ferien zieht Mascha mit ihrer Tochter kurzerhand ins Altersheim, weil sie dort keine Heizkosten zahlen muss. Krüger schreibt mit viel Empathie für ihre Figuren, ohne in Kitsch oder Sentimentalität zu verfallen, versichert die Kritikerin. Sie traut sich, nicht nur deren Furchtlosigkeit, sondern auch deren Schwächen zu zeigen, all das sprachlich genial verarbeitet, lobt Flörchinger, die das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.
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