Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2001
Wie standen die europäischen Völker, Gesellschaften und Staaten zur Moderne und zur Modernisierung? Diese Frage untersucht der Autor der vorliegenden "eindrucksvollen" Studie und kommt zu dem Ergebnis, dass der "Kampf um die Moderne" das Hauptmerkmal der "Zwischenkriegszeit" gewesen ist, resümiert Rezensent Klaus Hildebrand. So hätten die europäischen Staaten die Wahl gehabt zwischen den beiden "Extremvarianten des Modernisierungsprozesses" - nämlich zwischen den "Zivilisationsangeboten" des kapitalistischen Amerikas und des "bolschewistischen" Russlands, berichtet der Rezensent. Nur Deutschland und Italien widerstanden dem "angelsächsischen Zivilisationsangebot", das vom "universalen Freihandel" geprägt war, übermittelt Hildebrand. Insgesamt sei der untersuchte Zeitraum von den Anfängen des Wohlfahrtsstaates, der Krise des Verfassungsstaates und der Zerrüttung der Staatenwelt geprägt, so Hildebrand. Er lobt diese Studie als "kenntnis- und aufschlussreich".
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