Mit Illustrationen von Bill Sienkiewicz und einem Vorwort von Guillermo des Toro. Aus dem Englischen von Felix Paul Greve. Der junge Edward Prendick erleidet im Südpazifik Schiffbruch. Auf offener See wird er von dem Arzt Montgomery aufgelesen, der mit einer Ladung seltsamer Tiere zu einer einsamen Insel unterwegs ist, wo er unter der Leitung eines gewissen Doktor Moreau eine biologische Forschungsstation betreibt. Schon kurz nach ihrer Ankunft merkt Prendick, dass auf der Insel merkwürdige Dinge vor sich gehen. Die markerschütternden Schreie eines Pumas, den Montgomery auf die Insel gebracht hatte, verstören ihn so sehr, dass er von der Station in den Dschungel flieht. Dort trifft er auf eine Reihe von monströsen Tiermenschen, die Moreau in seinem Labor erschaffen hat. Brutale Gesetze sollen die Geschöpfe daran hindern, in ihre Tiernatur zurückzufallen. Aber dann wird eines dieser Gesetze gebrochen, und Moreau unternimmt eine folgenschwere Strafexpedition ins Dorf des Tiervolks.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023
"Bionische Entwicklungshilfe", Robotik und geklonte Tiere sind mittlerweile zumindest in Ansätzen realisiert und realisierbar, hält Rezensent Dietmar Dath fest, als H.G. Wells' Grusel-Sci-Fi-Roman Ende des 19. Jahrhunderts zuerst erschienen ist, war das noch nicht so. Der Protagonist Dr. Moreau versucht, Mensch und Tier zu kreuzen, was Dath als eine Parabel auf Technologiefelder liest, die ihre Fortschritte nach bestimmten ideologischen - beispielsweise kapitalistischen oder kolonialen - Bestrebungen umsetzen. In der gelungenen Neuübersetzung und mit den zum Nachdenken anregenden Illustrationen von Bill Sienkiewicz öffnet sich auch eine Perspektive auf die Frage, was Macht- und Wissensgier mit dem Menschen machen, befindet der Kritiker abschließend.
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