Eine gut lesbare und anschauliche Darstellung eines für das Schicksal der römischen Republik entscheidenden halben Jahrhunderts. Nach dem Dritten Punischen Krieg standen die Römer auf der Höhe einer bis dahin unerreichten Machtstellung, abersie hatten für ihren Erfolg einen hohen Preis zu zahlen. Die damit einhergehenden Umwälzungen ihrer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zogen innenpolitische Spannungen nach sich, die den Bestand der traditionellen Lebensordnung gefährdeten. Die tragisch gescheiterten Reformversuche der Gracchen bildeten den Auftakt zu einer Epoche permanenter, immer wieder blutig eskalierender Konflikte zwischen der herrschenden Senatsaristokratie und den volksnahen, ,popularen' Reformbewegungen, die schließlich in den Bürgerkriegen der 80er-Jahre und der Diktatur Sullas kulminierten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2007
Rezensent Uwe Walter findet den Überblick, den der Althistoriker Herbert Heftner über die Phase politischer Säuberungen des Diktators Sulla im späten römischen Reich liefert, recht gelungen - auch wenn ihn an manchen Stellen stört, dass der Autor sich konventionellen Lesarten recht unkritisch anschließt. Doch in der Substanz ist sein Buch zuverlässig: "In gepflegter Sachprosa wird der Leser umfassend und zuverlässig über den Gang der Ereignisse unterrichtet", in der Forschung strittige Punkte werden auch als strittig dargestellt. Und auch wenn sich Walter bestimmten Interpretationen nicht anschließen will, so gefällt ihm doch der Ausblick, den der Autor am Ende seines Buches formuliert. Das entschädigt seiner Meinung nach "für viele der konventionellen Herleitungen zuvor".
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